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Vorschau auf die Ausstellung "Vitaliano VI. L‘invenzione dell‘Isola Bella“: Ein Blick auf den dritten Bereich

Palazzo Borromeo: die barocke Innenausstattung in der Vitaliano VI. gewidmeten Ausstellung

Und weiter geht es mit der Enthüllung einiger Details der Ausstellung „Vitaliano VI. L’invenzione dell’Isola Bella“. Wir kommen nun in den dritten Bereich des Ausstellungsrundgangs. Hier offenbart sich Ihnen die ganze Schönheit und Pracht der Innenausstattung des Palazzo Borromeo.

Die vom Grafen Vitaliano VI. Borromeo gewünschte barocke Ausstattung mit ihren Möbeln, Skulpturen, Gemälden, Stuckarbeiten, farbigen und vergoldeten Holzschnitzereien und Kunsttischlerarbeiten ist originell und einzigartig. Das Projekt der Architekten Andrea Biffi und Filippo Cagnola zeigt eine offensichtliche stilistische Kontinuität, die aus den ausgestellten Zeichnungen hervorgeht. Die Räume sind mit hunderten von gold- und blaugerahmten Werken, Marmorbüsten und Alabastervasen geschmückt und zeichnen sich durch ebenholzartig bemalte Holztürrahmen mit blumengeschmückten Schieferplatten aus, welche auch an den Wänden anzutreffen sind.

Vitaliano VI. und seine Planer spielten immer wieder mit dem Kontrast und der Ähnlichkeit zwischen dem Inneren des Palazzos und dem Äußeren der terrassenförmig angelegten Gärten und dem Seeblick. Natürliche und künstliche Wunder stehen sich ständig gegenüber.

Bei der Ausgestaltung des Palazzos wünschte sich der Graf für seine ihm besonders am Herzen liegenden Gemälde eine zentrale Galerie mit zugehörigem Alkoven, eine für einen Palazzo im Barockzeitalter nicht unübliche Lösung. Dies belegen Zeichnungen, Ansichten, Baustellenpläne und Fotografien mit Bau- und Dekorhypothesen.

Besonders interessant ist der Vergleich mit dem heutigen Grundriss des Palazzos, der aufzeigt, wie einige der Säle (der der Medaillen, des Throns und der beiden Alkoven) ihr ursprüngliches Aussehen bewahrt haben.

Unter den ausgestellten Gemälden ragen Werke von Spezialisten neuer Gemäldegenres heraus: Blumenstillleben, Landschaften, Architekturperspektiven. Aber schenken wir unter allen dem Selbstbildnis des Malers Pieter Mulier (1637 – 1701), genannt Cavalier Tempesta, und seiner Frau Anna Eleonora Beltrami etwas mehr Aufmerksamkeit. Es ist Teil einer besonderen Mäzenatengeschichte, in der Mulier von Vitaliano auf- und in Schutz genommen wird, nachdem er lange Jahre in Genua inhaftiert war. Als Zeichen der Dankbarkeit schenkte der Tempesta dem Grafen eine beträchtliche Anzahl von Werken aus seinen Spezialgebieten der Landschafts- und Seesturmmalerei (daher sein Spitzname). So wurde er seit den Jahren Vitalianos VI. zum wichtigsten Landschaftsmaler der Insel.

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