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Vorschau auf die Ausstellung „Vitaliano VI. L‘invenzione dell‘Isola Bella“: Ein Blick auf den ersten Bereich

In Erwartung darauf, die Ausstellung „Vitaliano VI. L’invenzione dell’Isola Bella“ im Palazzo Borromeo besuchen zu können, beginnen wir mit einer Vorschau auf die Ausstellung in ihren vier Bereichen.

Die Ausstellung findet im riesigen Salon statt, der lange Zeit im Mittelpunkt ausführlicher Debatten zwischen dem Bauherrn Vitaliano VI. Borromeo und den Architekten Andrea Biffi, Filippo Cagnola und Carlo Fontana stand. Anlässlich dieser Ausstellung wird erstmalig ein großes Holzmodell dieses Raumes präsentiert.

Der erste Bereich der Ausstellung ist den Familienstrategien gewidmet: Mitte des 17. Jahrhunderts wurde Isola Bella der spektakuläre Schauplatz für die internationale Konsekration der Erben des Hl. Karls und Federico Borromeos. Vitaliano VI. und Giberto III., Kardinal in Rom, weben ein wertvolles Netz von Bündnissen zwischen Madrid, Wien und Rom, und diese Familie des alten Feudaladels wird in weitere Szenarien projiziert, außerhalb der Grenzen des so genannten „Borromäischen Staates“, wie Historiker das von der Familie ab dem 15. Jahrhundert kontrollierte Gebiet des Lago Maggiore definiert haben. Emblematisch für diese neue Expansion ist die Heirat ihres Neffens und Fahnenträgers Carlo IV. mit der Nichte von Papst Odescalchi, Innozenz XI., im Jahr 1677. Auf den tiefen Gewässern vor der Insel wird eine große Hochzeitsfeier veranstaltet, von der in dieser Ausstellung Projekte und Bilder zu sehen sind.

In diesem Bereich finden wir auch die Marmorbüste von Vitaliano VI. Borromeo und sein von einem unbekannten Maler angefertigtes Porträt. Die Büste von Carlo Simonetta ist das einzige zu Lebzeiten des Grafen modellierte Bildhauerporträt von Vitaliano VI. Das Gemälde hingegen ist ein höfisches Porträt, das die typischen Tugenden der Borromäer  wie Größe, Würde und Pracht unterstreicht. Es wird vermutet, dass das Gemälde von Pier Francesco Cittadini geschaffen wurde, der bei mehreren Gelegenheiten für Familienwerke ins Borromäische Haus gerufen wurde. Diesen ersten Bereich schließen ein Porträt von Vitaliano VI. von Salomon Adler und die Medaillen von Giuseppe Vismara (65 davon signiert), die das zivile, politische, militärische und künstlerische Leben des Herzogtums durch das metallene Bildnis seiner Protagonisten veranschaulichen, darunter auch die 1688 Vitaliano VI. gewidmete.

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