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Vorschau auf die Ausstellung "Vitaliano VI. L‘invenzione dell‘Isola Bella“: Ein Blick auf den vierten Bereich

Der Salone im Palazzo Borromeo: von einer Idee Vitalianos VI. bis zur endgültigen Realisierung durch Vitaliano X.

Der vierte Bereich der Ausstellung „Vitaliano VI. L’invenzione dell’Isola Bella“ und letzter Abschnitt des Ausstellungsrundgangs, hilft uns dabei, den Salone Nuovo der Isola zu erkunden, in dem die Ausstellung stattfindet. Der Salone war Gegenstand einer langen Planung. Zwischen 1686 und 1688 versuchten die Architekten Andrea Biffi, Filippo Cagnola und Carlo Fontana, die Ambitionen des Grafen Vitaliano VI. Borromeo zu interpretieren, der sich – inspiriert vom Grundriss der Basilika San Lorenzo in Mailand, einer der ältesten Kirchen der Stadt – einen Kuppelsaal vorstellte.

Die großartigen Ideen und Vorschläge wurden anhand einer Reihe wertvoller Zeichnungen zu Papier gebracht und werden hier erstmalig und systematisch ausgestellt. Die ursprüngliche Idee, einen Festsaal zu bauen, stammt aus dem Jahr 1662, aber die Arbeiten an diesem Flügel des Palazzos begannen einige Jahre später nach einer mehrjährigen Planungsphase. Der Tod Vitalianos VI. im Jahr 1690 brachten die –  wie aus den ausgestellten Fotografien hervorgeht –  erst bei den Außenmauern angelangten Arbeiten ins Stocken.

Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert versuchte die Familie Borromeo, das Werk zu vollenden. Im 20. Jahrhundert, und genauer zwischen 1948 und 1960, nahm der von Vitaliano X. realisierte Salone mit den von ihm gewollten barocken Dekorationen seine endgültige Gestalt an.

Die Entwicklung des Projekts bis zu seiner heutigen Struktur wird anhand einer bedeutsamen Anzahl von Skizzen und Detail- und Dekorationsstudien erzählt.

In der Ausstellung können Sie auch ein spektakuläres Holzmodell vom zentralen Salone des Palazzos Borromeo bewundern. Es wurde zwischen 1780 und 1781 vom Zimmermann Giuseppe Antonio Oltolina nach einem Entwurf des Architekten Cosimo Morelli aus Imola angefertigt. Das Original dieses Modells wurde eingehend studiert und restauriert und wird bei dieser Gelegenheit erstmalig der Öffentlichkeit gezeigt. Seine Tannenholzstruktur ist mit Nussbaumholz verkleidet und sowohl innen als auch außen mit allen dekorativen Details ausgestattet.

 

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