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Die Erfinderung von der Isola Bella: eine Ausstellung auf Vitaliano VI. Borromeo

Isola Bella feiert ihren Gründer Vitaliano VI. Borromeo mit einer Ausstellung, die sein Leben und vor allem sein Werk nachzeichnet, nämlich das Schiff auf den Gewässern des Lago Maggiore – noch heute eine Quelle der Bewunderung und des Staunens für Besucher aus aller Welt.

Vom 20. März bis 2. September 2020, im Jahr des piemontesischen Barocks und 400 Jahre nach der Geburt des Schöpfers der Insel, findet im Palazzo Borromeo die ihm gewidmete Ausstellung „Vitaliano VI. L‘invenzione dell‘Isola Bella“ statt.

Die Ausstellung im großen Saal, der 1956 von seinem gleichnamigen Nachkommen Vitaliano IX. fertiggestellt wurde, zeigt im ersten Abschnitt anhand von Porträts und Skulpturen, Medaillen und Dokumenten die wichtigsten Lebensphasen von Vitaliano VI., dem wahren Schöpfer des neuen Familienglücks in der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts. Anschließend werden die Etappen des Projekts für den Palast und die Gärten der Insel zurückverfolgt, für die einige der besten lombardischen Planer am Werk waren, von Andrea Biffi bis Filippo Cagnola, im ständigen Dialog mit dem Tessiner Architekten Carlo Fontana. Die Ausstellung schließt mit von Vitaliano VI. in Auftrag gegebenen Gemälden, Skulpturen und Einrichtungsgegenständen für die Innenausstattung des Palastes, von denen einige erstmalig öffentlich zu sehen sind. Auch in den Sälen des Museumsrundgangs sind die ursprünglichen Möbel und Gemälde noch dort anzutreffen, wo sie der Mailänder Adlige haben wollte.
So entstand eines der außergewöhnlichsten Beispiele für den Barockstil im Nordwesten Italiens.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Palast zunehmend figurativ bereichert, aber der von Vitaliano VI. gewünschte barocke Kern ist auch heute noch in den meisten noch original ausgestatteten Räumen zu lesen. Als leidenschaftlicher Sammler schuf er eine echte Wunderkammer voller Raritäten wie Steine, Marmor und Alabaster, meist mit floralen Kompositionen bemalt, Gemälde mit Ländern und Perspektiven sowie mit Bergkristallen, Achaten und Lapislazuli verzierte Rahmen. Auch der Garten wurde mit mosaikbedeckten Steinarchitekturen, Statuen und Brunnen bereichert, die gemeinsam mit den Hecken echte Theater im Grünen bildeten.

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